Veranstaltungen

Betroffene und Angehörige vernetzen: Café Tolérance

Noch bevor Autismus Bern gegründet wurde, haben sich betroffene Eltern getroffen und ihre Erfahrungen ausgetauscht. Daraus ist einerseits der Verein, andererseits das Café Tolérance entstanden. Es findet regelmässig in einem gemütlichen Rahmen am Freitag Abend statt und steht allen Mitgliedern und weiteren Interessierten offen. Die Themenwünsche der Mitglieder werden berücksichtigt, Vorschläge können Sie uns per Mail zustellen.

Alle Termine finden Sie in der Agenda.

Bisherige Café Tolérance 2019

Café Tolérance «Flügge werden, Ablösung vom Elternhaus» am 25.01.2019

Eltern, Fachpersonen und selber betroffene Erwachsene diskutierten im Café Tolérance über Erfolgsfaktoren und Stolpersteine für eine gelungene Ablösung in die Selbständigkeit. Betroffene nannten fehlende Brückenangebote und Unterstützung bei der Berufswahl als erster Stolperstein. Organisation der Tagesstruktur, Freizeit und Finanzen sind Gelingens-faktoren, ebenso Vertrauens- und Bezugspersonen die Unterstützen. Betroffene wollen Teil der Gesellschaft sein und selbständig für sich sorgen.

Bisherige Café Tolérance 2018

Café Tolérance «Integration in die Schule» am 31.08.2018

Teilnehmende diskutierten im Café Tolérance über Erfahrungen mit verschiedenen Schulen und den Wünschen an das System. Das breite Autismus-Spektrum erfordert viel Flexibilität und eine gute Zusammenarbeit aller beteiligen Parteien. Es braucht kreative Lösungen damit alle Schüler eine angepasste Beschulung erhalten.

Café Tolérance «Präsentation Hilfsmittel» am 06.04.2018

Rahel Wälti (active communication) und Ulrika Nydegger (northcare) stellten verschiedene Hilfsmittel vor. Die Teilnehmenden erhielten interessante Tipps zur Anwendung. Die beiden Spezialistinnen beantworteten offene Fragen.

Café Tolérance «Jahresprogramm und Aktivitäten» am 26.01.2018

Bisherige Café Tolérance 2017

Café Tolérance «Integration in die Arbeitswelt» am 01.09.2017

Eltern und selber betroffene Erwachsene diskutierten im Café Tolérance, welches die Erfolgsfaktoren und die Stolpersteine für eine gelungene Integration sind. Als Stolperstein wurde der Druck auf die ASS-Personen genannt, sich dauernd anpassen zu müssen. Flexible Arbeitsbedingungen sind Erfolgsfaktoren, weil sie den Betroffenen eine Erholung von stressigen Situationen ermöglichen. Ein weiteres Problem sind die Vorgaben der Sozialversicherungen: betroffene Personen dürfen zum Teil gar nicht arbeiten, weil sie Sozialhilfe beziehen, und auch bei der IV besteht keine Möglichkeit, eine Teilrente zu erhalten und parallel dazu mit einem reduzierten Pensum zu arbeiten. Alle Betroffenen möchten aber Teil der Gesellschaft sein und etwas für die Gesellschaft leisten.

Café Tolérance «Neue Sonderschulstrategie» am 31.03.2017

Welche Schule wäre ideal für autistische Kinder? Diese Frage haben betroffene Eltern im Café Tolérence diskutiert. Es wurde schnell klar: DIE Schule gibt es nicht, da jedes ASS-Kind anders ist. Das Gelingen der Integration in Regelklassen ist abhängig von Lehrpersonen, Schulleitungen, Eltern von Schulkameraden etc. Klassen mit ausschliesslich ASS-Kindern werden kritisch beurteilt, weil die sozialen Kompetenzen damit kaum gefördert werden. Kleinere Klasse oder eine Integration der ASS-Kinder in Regelklassen mit enger Begleitung zeigen sich hingegen als gute Lösungen. Voraussetzungen dafür sind Kreativität und Motivation aller Beteiligten.

Café Tolérance «Diagnose und Therapie» am 27.01.2017

Bisherige Café Tolérance 2016

Café Tolérance «Informieren über Autismus?» am 28.10.2016

Soll man Nachbarn, Lehrpersonen und Mitschüler oder Arbeitskolleginnen und Arbeitgeber über Autismus informieren? Betroffene und Angehörige haben am Elterntreff darüber diskutiert. «Es kommt auf die Situation an», war die uneindeutige Antwort. Kinder können wenig anfangen mit einer erklärenden Diagnose und reagieren flexibler auf abweichendes Verhalten, es sind vielmehr die Erwachsenen, die eine Erklärung wünschen. Die Information kann Ablehnung und Stigmatisierung auslösen – was aber auch ein unangepasstes oder irritierendes Verhalten tut. Viele berichten von positiven Erfahrungen mit einer offenen Information: Sie öffnet die Türen für Toleranz, Rücksicht und Unterstützung. Sie entlastet aber auch die Betroffenen und Angehörigen und beugt Spekulationen und Gerüchten vor.

Café Tolérance «Leben mit der Diagnose» am 26.08.2016

Am ersten Treffen haben die Teilnehmenden eine Auslegeordnung der Themen vorgenommen, die sie am meisten belasten. Schwierig ist es, sich im Dschungel der verschiedenen zuständigen Behörden und Unterstützungsangebote zurechtzufinden, gewünscht wird eine Übersicht oder eine zentrale Beratungsstelle. Auch bei den Schulen fehlt häufig das nötige Wissen über die Bedürfnisse der Kinder mit Autismus, was eine Integration erschwert. Erwachsene Betroffene vermissen die Akzeptanz von abweichenden Verhaltensmustern, sie fühlen sich unter Druck gesetzt, sich anzupassen, was für sie sehr anstrengend ist. Alle Teilnehmenden möchten aber auch die spannenden Erfahrungen und die ausserordentlichen Fähigkeiten von Menschen mit Autismus thematisieren, im Verein Autismus Bern aber auch gegenüber der Öffentlichkeit.
Die Teilnehmenden möchten sich auch zukünftig an solchen Treffen austauschen und vernetzen, und die angesprochenen Themen vertiefen. Das machen wir gerne! 

Tipps für den Alltag: Themenabend mit Fachvortrag

Es gibt diverse Konzepte und Methoden, die Menschen mit Autismus und ihre Angehörigen im Alltag unterstützen können. Und auch im Umgang mit Behörden und Versicherungen ist einiges Wissen nötig. Ausgewiesene Fachpersonen erläutern an den Themenabenden jeweils einen Aspekt und stehen anschliessend für Fragen zur Verfügung. Die Themenabende richten sich an Mitglieder, Fachpersonen und weitere Interessierte.

Die Termine haben wir in der Agenda aufgeführt.

VORTRAG «SUIZIDALITÄT BEI AUTISMUS» AM 26.01.2019

Menschen mit ASS sind je nach Lebenssituation selbstmordgefährdet. Die Referentin Dr. med. Esther Manser klärte die Anwesenden über die verschiedenen Warnzeichen, Behandlungsmöglichkeiten und die Prävention auf. Die hohe Suizidrate der Schweiz lässt aufhorchen, gerade bei Jugendlichen. Es gibt noch wenige Untersuchungen betreffend Häufigkeit von Suizidalität bei Menschen mit ASS. Oft sind Menschen mit Autismus depressiv. Die flache Mimik und wenig Gestik erschweren eine Einschätzung. Behandlungsmöglichkeiten gibt es Ambulant oder Stationär. Zur Prävention hilft eine frühe Diagnose, Unterstützungs-Massnahmen und interdisziplinäre Zusammenarbeit. Eltern als Experten ihres Kindes anerkennen und einbeziehen. Ein Ziel wäre das «gegenseitige Anderssein» besser zu verstehen und ein Brückenbauen in die «andere Welt».

in Zusammenarbeit mit der Selbshilfegruppe «Verstehen Sie Aspisch?»

Themenabend «Sozialversicherungsrecht» am 23.11.2018

Eltern von Kindern mit einer Autismus-Spektrum-Störung (ASS) und betroffene Erwachsene wissen meistens wenig über die Leistungen der Sozialversicherungen, die ihnen zustehen und die damit die Familie entlasten könnten. Die Beschaffung der Informationen ist oft ein nervenaufreibendes Unterfangen. Der Rechtsdienst von Procap, der grösste Mitgliederverband von und für Menschen mit Behinderung in der Schweiz, berät solche Eltern sowie selber betroffene Erwachsene.

Daniel Schilliger, Rechtsanwalt bei Procap, orientiert  über die wichtigsten Leistungen der Invalidenversicherung (IV) und der anderen Sozialversicherungen. Er hat auch ein praxisnahes Ratgeber-Buch «Was steht meinem Kind zu?» verfasst, das den Eltern und anderen Betroffenen hilft, die richtigen Antworten auf die komplexen sozialversicherungsrechtlichen Fragen zu finden.

Themenabend «Visualisierung (TEACCH)» am 01.06.2018

«Ich habe einen Plan!»
Basiswissen über Visualisierung und Strukturierung (in Anlehnung an TEACCH)

Kinder mit Autismus nehmen anders wahr. Besonders das Gehörte können sie weniger gut verarbeiten, deshalb werden mündliche Anweisungen und Erklärungen häufig unvollständig verstanden. Missverständnisse, Ärger über die vermeintliche Unaufmerksamkeit und Verunsicherung bei den Betroffenen sind die Folge.

Hier setzt die Visualisierung und Strukturierung an: Mit Bildern und Symbolen werden Erklärungen unterstützt oder Abläufe aufgezeigt. Bei Fragen oder Unklarheiten können sich die Kinder jederzeit wieder mit den Bildern oder Symbolen orientieren. Sie werden dadurch zufriedener, selbständiger und selbstsicherer, der anspruchsvolle und komplexe Familienalltag wird entlastet.

Die Visualisierung und Strukturierung ist Teil des weit umfassenderen TEACCH-Modells, das für Kinder mit Autismus entwickelt wurde.

Themenabend «Achtsamkeit» am 27.10.2017

Achtsamkeit als Schlüssel zum Umgang mit belastenden Situationen

Wie bleiben Eltern gesund? Wie können Betroffene belastende Situationen besser verarbeiten? Achtsamkeit oder „mindfulness“ ist ein natürlicher Geisteszustand, in dem wir uns alle manchmal befinden. Wenn wir lernen, etwas öfter und länger achtsam zu sein, hat dies messbare Wirkungen: Wir sind gesünder, zufriedener und können besser mit belastenden Situationen umgehen. Achtsamkeit kann helfen, Belastungen besser zu bewältigen, die durch Autismus bei den Betreuenden, aber auch bei den Betroffenen entstehen.

Alexander W. Hunziker ist Professor an der Berner Fachhochschule und zertifizierter Achtsamkeitslehrer CFM. Er unterrichtet u.a. Achtsamkeit und Positive Psychologie für Studierende, aber auch für Führungskräfte und Pflegepersonal.

Methodenabend «Marte Meo» am 23.06.2017

Mit Marte Meo Konflikte im Alltag reduzieren

Marte Meo bedeutet „aus eigener Kraft“. Das Ziel ist, dass Ressourcen von Menschen mit speziellen Bedürfnissen und von deren Betreuenden, Eltern oder Fachleuten bewusst wahrgenommen werden. Marte Meo-Elemente sind intuitiv benutzte Mikro-Kommunikations-Bausteine, die bewusst für die Weiterentwicklung aller Beteiligter genutzt werden können. Dies erleichtert den anspruchsvollen Alltag für Betroffene und Fachpersonen.

Dr. med. Therese Niklaus Loosli ist Fachärztin FMH Kinder- und Jugendpsychiatrie. Sie ist Marte Meo Therapeutin und liz. Marte Meo Supervisorin und Ausbildnerin.
> www.therese-niklaus.ch

Autismus Bern bietet Kurse mit Therese Niklaus Loosli an. Interessiert? Schreiben Sie uns.

Fachpersonen vernetzen: Autismus-Dialog

Jeweils im Herbst organisieren wir zu einem aktuellen Thema einen Autismus-Dialog für Fachpersonen und weitere Interessierte aus verschiedenen Disziplinen. Wir beleuchten aktuelle Themen aus verschiedenen Perspektiven. In der Diskussion suchen wir den gemeinsamen Nenner und formulieren Fragen und Forderungen. In der Pause und beim anschliessenden Apéro steht die Vernetzung im Zentrum.

Alle Termine sind in der Agenda aufgeführt.

5. Autismus-Dialog «Flügge werden» am 06.11.2019

Der Übergang vom Jugendalter ins Erwachsenen-Leben ist eine Herausforderung. Für Menschen mit Autismus stellen sich im privaten, schulischen und beruflichen Alltag spezifische Herausforderungen. In Übergangssituationen spitzen sie sich zu und machen weitreichende Überlegungen notwendig – etwa hinsichtlich der Ausgestaltung von Unterstützungsangeboten, Wohnformen und der juristischen Regelung von Verantwortlichkeiten.

Wir beleuchten das Thema mit verschiedenen Fachpersonen und Selbstbetroffenen. Anhand von Beispielen möchten wir Erfolgsfaktoren und Stolpersteine identifizieren. Wir präsentieren bestehende Unterstützungsangebote und diskutieren, ob diese passend und ausreichend sind und welche zusätzlichen Angebote es braucht.

4. Autismus-Dialog «Schule» am 31.10.2018

Kinder mit ASS in der Schule –
zwischen Förderung und Überforderung

Kinder mit ASS müssen vielfältige Schwierigkeiten meistern, um den Alltag in der
Regelschule bewältigen zu können, im Bezug auf den Schulstoff und sozial. Aber
auch die Lehrpersonen und die Schulen sind mit der Integration gefordert.

Die Sonderschulen können einen geschützten Rahmen und zusätzliche
Unterstützung bieten. Aber entspricht die Sonderschulung den kognitiven
Fähigkeiten der Kinder mit ASS? Welche Möglichkeiten haben sie nach der
Sonderschule?

Wir möchten am Autismus-Dialog mit verschiedenen Fachpersonen die zwei
Schulsysteme beleuchten, die mit der neuen Sonderschulstrategie näher
zusammenrücken. Wie läuft es heute, und wie könnte die Zukunft aussehen?
Anhand von Beispielen wollen wir über Erfolgsfaktoren, Stolpersteine und
Herausforderungen diskutieren.

3. Autismus-Dialog «Integration in die Arbeitswelt» am 08.11.2017

Menschen mit Autismus in der Arbeitswelt –
Wie gelingt die Integration?

Die Integration von Menschen mit Autismus in die Arbeitswelt ist eine
Herausforderung. Obwohl es breite Angebote zur Unterstützung gibt, insbesondere
im Bereich der Ausbildung, gelingt der Übergang in den ersten Arbeitsmarkt nicht
immer. Was braucht es, um Menschen mit Autismus in der Arbeitswelt zu
integrieren? Diese Frage haben wir mit verschiedenen Fachpersonen diskutiert, von der Berufswahl über die Ausbildung bis zur Stelle im ersten Arbeitsmarkt.

2. Autismus-Dialog «Neue Sonderschulstrategie» am 03.05.2017

Chancen und Grenzen der neuen Sonderschulstrategie

Kurz vor der Konsultation über die neue Sonderschulstrategie im Kanton Bern hat Autismus Bern zur Diskussion mit Fachpersonen eingeladen. Welche Neuerungen bringt die Sonderschulstrategie? Werden die Bedürfnisse von autistischen Kindern genügend berücksichtigt? Was muss verbessert werden? Mit dem standardisierten Abklärungsverfahren (SAV) soll der besondere Bildungsbedarf ermittelt werden. Kinder und Jugendliche mit und ohne Behinderung sollen künftig Schülerinnen und Schüler der Volksschule sein, die Regel- und Sonderschulen umfasst. Ist eine Sonderschulbildung angezeigt, findet diese integrativ in der Regelschule oder separativ in der Sonderschule statt. Der Kanton soll dafür besorgt sein, dass alle Kinder einen geeigneten Schulplatz haben. Der Lehrplan der Regelschule gilt auch für die Sonderschulen.

1. Autismus-Dialog «Diagnose und Therapie» am 09.11.2016

Autismusversorgung auf dem Prüfstand – Stimmen die Angebote?

Menschen mit Autismus und ihre Familien fühlen sich im Kanton Bern weitgehend auf sich selber gestellt. Häufig erfolgt eine Diagnose erst nach einem längeren Leidensweg. Viele Familien werden mit der Diagnose alleingelassen, sind belastet und fühlen sich überfordert. Therapieangebote fehlen, deren Finanzierung ist nicht gesichert. Autismus Bern hat mit Fachpersonen diskutiert, wie sie die aktuelle Situation einschätzen und welche Änderungen sie für notwendig halten.

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